Lohnarbeit

Misery Bear: Misery Bear Goes to Work

Hübsches Video über die Unzumutbarkeiten der Lohnarbeit.

Hier ist noch was Geschriebenes dazu:

Bekenntnisse eines jungen Lohnarbeiters. Teil 1

sowie

Bekenntnisse eines jungen Lohnarbeiters. Teil 2

und

Bekenntnisse eines jungen Lohnarbeiters. Teil 3

 

Die zwei Texte möchte ich auch noch schnell unterbringen.

Zum einen eine Broschüre zum Verhältnis von Kapital und Arbeit und noch ein Text zur Arbeitsmoral.

Marx-Herbstschule

Auf dieser Seite findet ihr alle Informationen zur aktuellen 3. Marx-Herbstschule, die vom 29. – 31. Oktober 2010 in Berlin in den Räumen der Rosa-Luxemburg-Stiftung stattfindet, sowie Informationen über die vergangenen Herbstschulen. Anmelden könnt ihr euch bei herbstschule@top-berlin.net.

Die Marx-Herbstschule ist eine Ergänzung der in den letzten Jahren wieder verstärkt auftretenden Kapital-Lesekreise. Sie ist nicht nur Vertiefungsmöglichkeit, sondern auch bundesweite Vernetzungsplattform.

Eine Besonderheit der Marx-Herbstschule ist der Charakter des „Gesamtkunstwerks“: Knapp drei Tage lang wird in den Räumen der Rosa-Luxemburg-Stiftung intensiv in Kleingruppen am Text diskutiert, am Samstagabend gibt es ein öffentliches Podium mit einer prominenten Person oder aber einem Diskussionspodium zu einem naheliegenden Thema und anschließender Party. Die Herbstschulen sind auch offen für Interessierte, die sich noch nicht näher mit Marx befasst haben, die Kleingruppen werden entsprechend nach den verschiedenen Vorkenntnissen eingeteilt.

Das Projekt wird von verschiedenen Kooperationspartnern finanziell oder ideell oder beides zugleich getragen: Die Marx-Gesellschaft e.V., der Berliner Verein zur Förderung der MEGA-Edition, die Rosa-Luxemburg-Stiftung und ihre Berliner Landesstiftung, Helle Panke, außerdem die Gruppe TOP Berlin (aus dem „Umsganze“-Bündnis).

Zu den TeamerInnen der Herbstschule gehören: Antonella Muzzupappa, Valeria Bruschi, Nadja Rakowitz, Thomas Gehrig, Hans-Joachim Blank, Rolf Hecker, Christian Schmidt, Ingo Stützle, Matthias Wiards, Christian Frings und Thomas Klauck.

Last but not least findet am 30. Oktober noch eine Party vom Hate-Magazin statt. Motto:  HATE tanzt den Marx (bisschen albern, aber okay^^)

Ort: Festsaal Kreuzberg,  Skalitzerstr. 130, U-Bahnstation Kottbusser Tor

Zeit: 23 Uhr

Preis: 5 €

Dokumentation eines Flugblatts zur Demo „Gegen staatliche Willkür – gegen staatliche Berechnung“

Folgendes Flugblatt wurde auf der Demo „Gegen Polizeigewalt und staatliche Willkür“ am 22. Oktober 2010 in Salzburg verteilt:

Wir leben in einem Rechtsstaat. Das ist nicht ironisch gemeint: Der Staat, in dem wir leben (müssen), orientiert sich in seinen Handlungen an Gesetzen.

Trotzdem ist es ein Faktum: Wenn die demokratisch gewählte Innenministerin Mizzi Fekter kleine Kinder von mit Sturmgewehren bewaffneten PolizistInnen aus dem Bett holen, in einen Abschiebeknast stecken und danach ins Elend abschieben lässt, dann ist das Recht. Wenn ein paar Leute eine Veranstaltung der Innenministerin stören und auf diese Missstände hinweisen, dann ist das Unrecht.

Wenn das Arbeitsamt in Wien Menschen schikaniert, in die Armut schickt oder unter Androhung von Leistungskürzungen zwingt, ihre Arbeitskraft zu noch so miesen Bedingungen an ein Unternehmen zu verkaufen, das damit prima Profite macht, dann ist das Recht. Wenn ein paar AktivistInnen eine Mülltonne vor dem Arbeitsamt anzünden, dann ist das Unrecht.

Klar, immer stimmt das nicht: Manchmal schlägt der Staat auch über die Stränge. Insbesondere die Staatsabteilung, die die Gesetze auszuführen hat (also die Polizei), ist bekannt dafür, den Knüppel auch mal ein bisschen lockerer stecken zu haben, als es vom Gesetz her vorgesehen ist. Auch RichterInnen haben die Angewohnheit, Menschen aus den unteren gesellschaftlichen Schichten (und erst recht politische DissidentInnen) härter zu bestrafen als z.B. PolizistInnen (Beispiel Krems: zwei PolizistInnen töten einen unbewaffneten Jugendlichen durch Schüsse in den Rücken und kommen mit einer Bewährungsstraft davon).

Ganz wichtig ist dieses Prinzip auch für das Verhältnis der Unternehmen zu den Lohnabhängigen: Beide sind freie und gleiche VertragspartnerInnen. Die eine darf ihre Arbeitskraft verkaufen, hat dann eine Menge Stress am Hals und kann von Glück reden, wenn sie mit dem Lohn halbwegs über die Runden kommt. Der andere darf die Arbeitskraft kaufen und damit einen ordentlichen Profit einstreichen, diesen Profit reinvestieren um noch mehr Profit zu machen usw. Wir sind also keine Leibeigenen mehr, dafür aber LohnsklavInnen: Prima Freiheit!

Was also heißt Freiheit und Gleichheit in der bürgerlichen, der kapitalistischen Gesellschaft? Dass der Staat uns genau soweit in Ruhe lässt, wie wir die Unterschiede, die sich aus dem unterschiedlichen Reichtum der Menschen ergeben, respektieren. Der Staat schützt das Privateigentum – wir dürfen dann ganz frei mit dessen Begleitumständen zurecht kommen: Die UnternehmerInnen konkurrieren darum, wer am meisten Profit akkumulieren kann; die Lohnabhängigen konkurrieren darum, sich als Material für das Profitstreben der anderen möglichst gut verkaufen zu können. Und die AusländerInnen sind willkommen, wo sie sich für die Kapitalverwertung als nützlich erweisen – von Armutsflüchtlingen hat der Standort nichts – die werden abgeschoben!

Dem Staat ist dabei die Gleichheit übrigens sehr wichtig: Auch die Innenministerin darf keine legale, angemeldete Veranstaltung stören und das Arbeitsamt darf nicht bei euch zu Hause vorbeikommen und euch die Mülltonne anzünden.

Die bürgerliche Demokratie ist eine Klassengesellschaft. Das ist zwar besser als eine faschistische Klassengesellschaft – aber immer noch zum Kotzen! Dass wir alle fünf Jahre ein Kreuz machen dürfen, welche Partei als nächstes die Staatsgeschäfte verwaltet, macht das nicht besser.

Der nachhaltige Kampf um ein besseres Leben der Lohnabhängigen zielt auf die Aneignung der Produktionsmittel und somit auf die Überwindung der Klassengesellschaft. Als solcher führt er gegen den Staat, der mit seinem Recht diese Klassengesellschaft schützt. Die Lohnabhängigen haben bereits alle Macht, die sie zum Sturz des Systems brauchen: wenn sie die Arbeit für den Kapitalismus verweigern, läuft nichts mehr!

Für den Kommunismus: Die Einheit der Vielen ohne Zwang
Alles für alle statt jedem das seine!

Gefunden auf:  www.dagegen.blogsport.eu


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